Taxonomie im Prompting: Warum Schubladen manchmal genial sind

Kennst du das? Du fragst die KI nach einer Analyse, und sie fängt an zu labern. Mal erzählt sie eine nette Anekdote, mal wirft sie mit Fachbegriffen um sich. Das ist unterhaltsam, aber wenn du wirklich damit arbeiten willst, ist es oft nutzlos. Es ist wie Pudding an die Wand nageln.

Genau hier kommt ein Begriff ins Spiel, der erst mal staubtrocken klingt: Taxonomie. Eigentlich heißt das nur: Wir geben der KI ein festes Regal vor, in das sie ihre Gedanken sortieren muss.


Vom Laber-Flash zur klaren Ansage

Stell dir vor, du willst analysieren, warum David Goggins (dieser extrem harte Navy SEAL Typ) so erfolgreich ist.

Ohne Struktur sagt die KI:

„Ja, der ist halt super diszipliniert, steht früh auf und gibt niemals auf, egal wie weh es tut.“ Ganz nett. Aber hilft mir das?

Mit Struktur (Taxonomie) zwingst du die KI zu Präzision:

Kategorie: Mentale WerkzeugePain Reframing (Schmerz als Energie nutzen) Kategorie: ZeitmanagementImmediate Action Principle (Nicht nachdenken, machen)

Merkst du den Unterschied? Das erste ist Gelaber. Das zweite ist ein Handbuch.

So sieht das dann im Code aus (keine Angst, ist nur JSON):

{
  "Core_Transformation_Skills": {
    "Mental_Mastery": ["Pain Reframing"],
    "Discipline_Architecture": ["Immediate Action Principle"]
  },
  "Signature_Methodologies": ["40% Rule", "Cookie Jar"]
}

Das wirkt technisch, ist aber Gold wert.


Warum solltest du dir die Mühe machen?

  1. Vergleichbarkeit: Wenn du das gleiche Raster auf Elon Musk und dann auf Dalai Lama legst, siehst du sofort die Unterschiede. Sonst hättest du zwei völlig verschiedene Texte.
  2. Weiterverarbeitung: Du kannst diese Daten direkt in eine Excel-Tabelle oder eine App kippen. Versuch das mal mit einem Fließtext.
  3. Lerneffekt: Es zwingt dich selbst, klarer zu denken. Du musst erst mal wissen, welche „Schubladen“ überhaupt wichtig sind.

Wann du es lassen solltest

Übertreib es nicht. Wenn du nur Ideen für ein Geburtstagsgeschenk brauchst, brauchst du keine JSON-Struktur. Jede Zeile Code kostet Tokens (also Geld und Speicher). Und manchmal presst man Themen auch in Schubladen, in die sie nicht passen.


Mein Fazit

Taxonomie klingt nach Biologie-Unterricht, ist beim Prompting aber eher wie ein Exoskelett für Wissen. Es macht den Output stabil und tragfähig.

Für den kreativen Funken zwischendurch? Lass es weg. Aber wenn du systematisch arbeiten willst – Analysen, Profile, Vergleiche –, dann bau dir erst dein Regal. Und lass die KI dann einsortieren.